Lebenswelt Weinviertel
Eröffnung Oktober 2007
 
 
 
 
Hermann Nitsch Museum
Zum Werk Hermann Nitsch
 
 
 
 
Internationales Messweinarchiv
Eröffnung Frühjahr 2008
 
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   
 
 
   

 

Am 24. Mai 2007 eröffnet das neue Museumszentrum Mistelbach. Im Rahmen der ersten Teileröffnung präsentiert sich das Hermann Nitsch Museum, das flächenmäßig größte monografische Museum in Österreich. Auf einer Ausstellungsfläche von 2.600 Quadratmetern, in einem Hallenkomplex mit einer Gesamtlänge von 61 Metern, wird in einer Erstpräsentation das umfassende Werk des österreichischen Künstlers Hermann Nitsch zu sehen sein.

„Meine Arbeit soll eine Schule des Lebens, der Wahrnehmung und der Empfindung sein.“
Prof. Hermann Nitsch

Diese Grundhaltung kennzeichnet das seit fünf Jahrzehnten andauernde künstlerische Schaffen von Hermann Nitsch, das ab 23. Mai 2007 mit der bisher größten öffentlichen Werkschau des Künstlers im neuen Hermann Nitsch Museum gewürdigt wird.
Gleichzeitig mit dem Museum wird der erste vollendete Bauabschnitt im neuen Museumszentrum Mistelbach, das auf dem Industriegelände der ehemaligen Pflugfabrik Heger errichtet wird, eröffnet.

Neben der Präsentation von Nitsch’ Arbeiten wird das Gesamtwerk wissenschaftlich erforscht und dokumentiert. Dabei werden interdisziplinäre Überschneidungen und Beeinflussungen aufgezeigt, die von dem sehr komplex angelegten Gesamtwerk, dem Orgien-Mysterien-Theater (OMT), ausgegangen sind. Mit der Aufarbeitung befassen sich Experten aus den Bereichen der Geistes- und Erkenntniswissenschaften wie Theologie, Mythologie, Psychologie, Philosophie, Kultur- und Kunstwissenschaften sowie aus Theater, Performance, Aktionismus, Malerei, Fotografie, Film, Musik und Literatur, um das Werk von Nitsch in seiner Gesamtheit im Rahmen von Vorträgen, Symposien und Schriftenreihen zu reflektieren. Besonders die Musik, die für das Orgien-Mysterien-Theater wesentlich ist, soll in Zusammenarbeit mit heimischen Musikschulen und Blasmusikkapellen gepflegt und weiterentwickelt werden.

Zur Visualisierung der künstlerischen Vielfalt werden sowohl gesamte Werkblöcke als auch zeitlich wie inhaltlich zusammengehörende Arbeiten in einem regelmäßigen Wechsel präsentiert. Für die Publikation und Dokumentation seiner Arbeit stellt der Künstler seine Werke dem Museumszentrum Mistelbach vierzig Jahre unentgeltlich zur Verfügung.

Die Idee, Nitsch in seiner Heimat, im niederösterreichischen Weinviertel, ein eigenes Museum zu widmen, ist dem Initiator Christian Resch, Bürgermeister von Mistelbach, zu verdanken. Mit der Weiterführung der Konzeption und planerischen Abwicklung wurden der Kurator Wolfgang Denk sowie das Wiener Architekturbüro archipel (Johannes Kraus, Michael Lawugger) beauftragt.

Anlässlich der Erstpräsentation im Hermann Nitsch Museum erscheint im Hatje-Cantz Verlag ein Katalog mit Beiträgen von Carl Aigner, Heinz Cibulka, Wolfgang Denk, Hermann Nitsch, Wieland Schmied, Romana Schuler und Josef Winkler in deutscher und englischer Sprache.

Die Gesamtfläche des dreiteiligen Museumskomplexes beträgt 6.116 Quadratmeter. Die Eröffnung der Lebenswelt Weinviertel ist für Oktober 2007 geplant. Die dritte und letzte Teileröffnung findet mit dem Internationalen MessweinArchiv im Frühjahr 2008 statt. Bis Sommer 2008 wird auch der Dionysische Themenweg, der das Museumszentrum Mistelbach mit dem Weinviertelfries „Gemischter Satz“ von Heinz Cibulka verbindet, fertiggestellt sein.
Die zukünftige Infrastruktur des neuen Museumszentrums Mistelbach, die auch unabhängig von den Öffnungszeiten der Ausstellungshallen zugänglich sein wird, beherbergt einen Museumsshop, ein Café-Restaurant, eine Vinothek, ein multimediales Auditorium und Räume für kulturelle Sonderveranstaltungen. Ebenfalls im Museumszentrum Mistelbach untergebracht ist die NÖ Malakademie unter der Leitung von Günther Esterer.