Museumszentrum Mistelbach
Johannes Kraus und Michael Lawugger von archipel architektur + kommunikation haben das ehemalige Heger-Fabriksensemble stringent zu einer klosterhaften Museumsanlage transformiert, die inhaltlich Menschen, Geschichte, Gegenwart und Landschaft des Weinviertels zum Thema hat. Insgesamt wird das Weinviertel auf rund 6000 m² als vielfältige Lebenswelt dargestellt.
Hermann Nitsch ist mit seinem Werk ein wesentlicher, gleichsam internationaler Aspekt dieses neuen, durchaus ganzheitlich angelegten Modells eines Regionalmuseums. Seinem Werk wird letztlich rund ein Drittel des Areals gewidmet sein. Anlässlich der Erstpräsentation erscheint im Hatje-Cantz Verlag ein Katalog mit Beiträgen von Carl Aigner, Heinz Cibulka, Wolfgang Denk, Hermann Nitsch, Wieland Schmied und Romana Schuler in deutscher und englischer Sprache.
In den kommenden Monaten werden sukzessive die den anderen Persönlichkeiten und Aspekten des Weinviertels gewidmeten Flächen, weiters ein Internationales Messwein-Archiv, die NÖ Malakademie unter Leitung von Günther Esterer und schließlich 2008 der Dionysische Themenweg eröffnet.
Die Errichtung des auf die Initiative der Stadtgemeinde Mistelbach zurückgehenden Museumszentrums wird vom Land Niederösterreich im Rahmen des Kulturförderungsgesetzes und seines Vermittlungsauftrages wesentlich unterstützt.
Wolfgang Denk
Gründungsdirektor und Kurator der Erstpräsentation des Hermann Nitsch Museum im MZM Museumszentrum Mistelbach.
1947 in Seitenstetten in Niederösterreich geboren. Seit 1967 als Künstler an zahlreichen Ausstellungen international und in Österreich beteiligt; Preise: Anton Faistauer-Preis Salzburg, Theodor Körner-Preis Wien; Planer und Gründungsdirektor der Kunst.Halle.Krems. (1991 – 1997); Vorstand der Susanne Wenger Stiftung;
Romana Schuler
Geschäftsleitung für das MZM Museumszentrum Mistelbach (Lebenswelt Weinviertel, Hermann Nitsch Museum, Internationales Messwein-Archiv).
Lebt in Wien und in Hadres (NÖ). 1987 – 1993 Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Kulturwissenschaft an der Universität Innsbruck und Universität Wien; Ab 1992 als Ausstellungskuratorin und Museumsmanagerin tätig, u. a. für den Medienkunstverein Transit (Innsbruck); Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit für die Kunst- und Wunderkammer im Schloss Ambras in Innsbruck; Von 1995 bis 2006 war Romana Schuler in der Funktion als Chefkuratorin und als Mitglied des Direktoriums im Leopold Museum maßgeblich für den strategischen Aufbau und die Konsolidierung für das Museum im Museumsquartier zuständig. Seit 1. Jänner 2007